JOCHEN DEHN -Fünf oder sechs einfache Sachen / by Alexander Hahn

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»Fünf oder sechs einfache Sachen / Five easy pieces«

Sat. 9 February 2013, 4–8.30pm



Odd Lot 28,

Boulevard de la Chapelle 

Das Nest des Rosttöpfers / Nest of furnarius rufus

Dinosaurierei gefüllt mit Ginsengwurzeln und überwachsen von schwarzen Pilzen / Dinosaur egg fill with ginseng roots and overgrown by black mushroom 

A6/N104




Die ersten fünf Performances handeln von Skulptur, von Eigentum und von Werten und davon, wie man es schafft, dass etwas bei einem bleibt und dass man das will. Es sind fünf, in Anlehnung an »Five easy pieces« von Bob Rafelson aus dem Jahr 1970. Das Wort Skulptur kommt von dem lateinischen Wort sculpere, was soviel wie schnitzen, stechen, kleine Brocken Stein abtragen oder meißeln bedeutet, manchmal wird dieser Vorgang auch als bilden übersetzt. Im späteren Gebrauch bezeichnet Skulptur auch andere Handlungen als Schnitzen und Meißeln und wird nicht ausschliesslich mit Stein und Holz in Verbindung gebracht. Ich betrachte Skulptur mit den gleichen Vorurteilen, wie alle anderen, als einen edlen, körperlichen und spektakulären Vorgang oder als sein Ergebnis. Wert ist die »einer Sache innewohnende Qualität, aufgrund deren sie in einem gewissen Maße begehrenswert ist und sich verkaufen, vermarkten lässt« (Quelle: Duden), aber auch die Bedeutung, die jemandem, einer Sache zukommt (ebenda). Ich handele mit fünf Objekten: einem Loch, einem Vogelnest, ein Stück Asphalt, einer Skulptur von Mark Geffriaud und einer entstellten Autobahnskulptur.

The first five demonstrations consider sculpture and sculpture’s value and worth. The title, »Five Easy Pieces«, is borrowed from the Bob Rafelson film released in 1970. The etymology of the term sculpture comes from the Latin word »sculpere« which means »to carve« or to »chisel away pieces of stone«. Practice ensured that this etymologically specific term was extended to include materials besides stone and methods other than »carving« or »chiselling«. I address this artistic technique with the same preconceptions as those conveyed by the collective unconscious: sculpture as a physical, noble and spectacular practice. Value is »the worth of an object that can be traded and sold, in particular its price in money«, but it’s also the »the quality that meets the conditions required for it to be worthwhile«. These two senses of value must be taken into account when speculating about the value of a sculpture, or an object that was or will become a sculpture. I act with five objects; a hole dug out in the Lot; a bird’s nest; a lump of asphalt; a step by Mark Geffriaud and a defaced public sculpture.