EXHIBITING AND THE EXHIBITION #5: Spacial Translation With Samuel Korn / by Kunstsaele

If one sees the exhibition as a place where something is made physically tangible, then this allows the visitor in the ideal case to find a confrontation that goes beyond the artistic work and the curatorial position. How can the exhibiting in a space be seen as a translation of artistic into curatorial practices? Which opportunities and obstacles provides the display or the architectural intervention of an exhibition to support a curatorial position and to dampen or counteract it. Starting from the idea that any translation in addition to serving, functional implementations also develops a new setting and thus induces essential misunderstandings, distortions, inaccuracies and uncertainties, the realization in space often produces a new authorial position: How can the spatial translation extend a curatorial concept comparable to the impact of the curator who contextualizes the work of an artist?

Sieht man die Ausstellungen als einen Ort, an dem etwas physisch erfahrbar gemacht wird, dann ermöglicht dieser dem Besucher im Idealfall eine Auseinandersetzung, die über die künstlerische Arbeit und die kuratorische Position hinausweist. Wie lässt sich das Ausstellen im Raum als Übersetzung von künstlerischen Praktiken in kuratorische Praktiken erfassen und welche Möglichkeiten und Hindernisse bietet dabei das Display oder die ausstellungsarchitektonische Intervention, um eine kuratorische Position zu unterstützen, zu dämpfen oder zu konterkarieren? Ausgehend vom Gedanken, dass jede Übersetzung neben einer dienenden, funktionalen Umsetzung auch neue Setzungen und somit unabdingbar Missverständnisse, Verfälschungen, Ungenauigkeiten und Unschärfen entwickelt, produziert die Realisation im Raum häufig eine neue auktoriale Position: Wie kann die räumliche Übersetzung eine kuratorische Konzeption ebenso erweitern wie der Kurator die Arbeit eines Künstlers kontextualisiert?

19.04.2012, 8 pm