SHOW PHOTOGRAPHY! DIE MEDIALITÄT FOTOGRAFISCHER BILDER by Kunstsaele

(please scroll down for English version)

So, 21.10.2012, 19 Uhr
Lecture/Präsentation (engl.) – Adam Broomberg
Ausgehend von der Präsentation des Films The Day that Nobody Died (Video, 23'06", 2008, Adam Broomberg & Oliver Chanarin), der sich als kritische Reflektion über Medialität und die Maschinerie des Zeigens und Nicht-Zeigens lesen lässt, widmet sich Adam Broomberg in seinem Vortrag Fragen des Dokumentarischen, der Zeugenschaft und den Beschränkungen der Repräsentation. 
Adam Broomberg ist Teil des in London lebenden Fotografen-Duos Adam Broomberg & Oliver Chanarin / www.broombergchanarin.com. 


So 21.10.2012, 20 Uhr 
Die Medialität fotografischer Bilder. Podiumsgespräch (dt.) mit: Viktoria Binschtok (Künstlerin, Berlin), Tatiana Lecomte (Künstlerin, Wien), Armin Linke (Künstler, Berlin), Markus Schaden (Verleger und Kurator, Köln). Moderation: Maren Lübbke-Tidow (Kritikerin und Kuratorin, Berlin/Graz).
Vor dem Hintergrund einer rasanten Digitalisierung stellt sich zunehmend die Problematik von Original und Fälschung, Urheberschaft und Copyright, aber auch Fragen des freien Wissenszugangs. Zugleich folgen die neuen Präsentationsformen einer spezifischen und eigenen Ästhetik, deren Bedingungen allerdings selten hinterfragt werden. Aus theoretischer, verlegerischer und künstlerischer Perspektive wird untersucht, was die andauernde Verfügbarkeit von Bildern für die Aneignung von Welt bedeutet, aber auch, welche Möglichkeiten und Strategien sich für die eigene jeweilige Arbeit ergeben. 

Show Photography! ist eine Kooperation mit Kunstsaele Berlin und findet in Zusammenarbeit mit Camera Austria International (Granz/Berlin) statt.


Mit freundlicher Unterstützung der Allianz Kulturstiftung.


Ort: Kunstsaele Berlin, Bülowstraße 90, 10783 Berlin (Schöneberg), www.kunstsaele.de
Eintritt frei

www.mdf-berlin.de


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Sun, 21.10.2012, 19 – 20 h
Lecture/Presentation (in Engl.) – Adam Broomberg
After the presentation of the film "The Day that Nobody Died" (Video, 23'06", 2008, Adam Broomberg & Oliver Chanarin), – as a critical reflection on media as well as the machinery of Showing and Not-Showing – Adam Broombeg adresses in his lecture questions and possibilities of documentary, modes of witness and the limits of representation. 
Adam Broomberg is part of the London-based artist duo Adam Broomberg & Oliver Chanarin / www.broombergchanarin.com. 


Sun, 21.10.2012, 20 h
Panel discussion (in German): The Media Character of Photographic Images. With Viktoria Binschtok (artist, Berlin), Tatiana Lecomte (artist, Vienna), Armin Linke (artist, Berlin), Markus Schaden (publisher and author, Cologne). Moderator: Maren Lübbke-Tidow (critic and curator, Berlin/Graz).
In the age of rapid digitalisation, issues of originals and counterfeits, authorship and copyright are increasingly urgent, as is the issue of free access to knowledge. At the same time, the new forms of presentation follow a very specific aesthetics, but rarely question its conditions. The implications of the permanent availability of images for our appropriation of the world, and the resulting possibilities and strategies for individuals’ work, will be examined from the perspectives of the theorist, the publisher and the artist. 

Show Photography! is a cooperative project with Kunstsaele Berlin and takes place in collaboration with Camera Austria International (Graz/Berlin)


With the kind support of Allianz Kulturstiftung.


Location: Kunstsaele Berlin, Bülowstraße 90, 10783 Berlin (Schöneberg), www.kunstsaele.de
Free admission

www.mdf-berlin.de

SHOW PHOTOGRAPHY! POLITIK DES ZEIGENS by Kunstsaele

(please scroll down for English version)

Show Photography! 
Über das Zeigen und Gezeigtwerden von Fotografie
20. bis 21. Oktober 2012
Eine Veranstaltungsreihe des 5. Europäischen Monats der Fotografie Berlin
Ort: Kunstsaele Berlin, Bülowstraße 90, Berlin 

Show Photography! widmet sich mit einer Reihe von Veranstaltungen dem Phänomen 
des Zeigens und des Gezeigtwerdens von Fotografie. 
Den Ausgangspunkt bildet hierbei die Untersuchung der Fotografie in ihrem Verhältnis zum Medium Ausstellung. Darüber hinaus sollen künstlerische, editorische und gestalterische Praktiken des Zeigens, die Bedeutung neuer Technologien sowie die politische Dimension zeitgenössischer Bildproduktion reflektiert werden.


Sa, 20.10.2012, 19 Uhr 
Lernen in der Flut der Bilder: Fotoausstellungen der 1950er Jahre 
Vortrag (dt.) von Olivier Lugon (Universität Lausanne)
Seit dem 19. Jahrhundert ist Fotoausstellungen oft vorgeworfen worden, zu viele Bilder zu zeigen und den Zuschauer mit einer Flut von beziehungslosen Motiven zu erdrücken. Anfang der 1950er Jahre wurde aber eine Reihe von Ausstellungen konzipiert, die den Besucher bewusst diesem Wirbel der Bilder aussetzten. Er sollte lernen, eine Vielfalt von Fotos immer neu zu kombinieren und neu zu deuten: die Fotoausstellung diente als Übungsplatz des modernen Sehens, um sich in einer vermeintlich immer komplexer und mobiler werdenden Welt zu orientieren. 


Sa, 20.10.2012, 20 Uhr 
Politik des Zeigens. Podiumsgespräch (engl.) mit: Lara Baladi (Künstlerin, Kairo) | Kaya Behkalam (Künstler, Kairo | Berlin) | Florian Schneider (Filmemacher und Medienaktivist, Berlin | München) Moderation: Florian Ebner (Kurator, Braunschweig).
Inwiefern und mit welchen spezifischen Mitteln lässt sich die Fotografie als Instrument des Zeigens verstehen? Wirklichkeit, wie wir sie wahrnehmen, ist immer vermittelt und selbst als Dokumente unserer Bildwirklichkeit folgen Fotografien immer auch einer Strategie der Inszenierung. Ausgangspunkt des Gesprächs ist die Ausstellung Kairo. Offene Stadt, die die Rolle der Bilder in der ägyptischen Revolution untersucht und Prozesse der Bildfindung und -verbreitung hinsichtlich ihres sozialpolitischen Hintergrunds reflektiert.


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Show Photography! 
On Showing and Being Shown Photography 

October, 20 – 21, 2012 
A series of events organized by the 5th European Month of Photography Berlin
Location: Kunstsaele Berlin, Bülowstraße 90, Berlin 


The Show Photography! event series with lectures, podium discussions, lecture performances and talks is devoted from 20 to 21 October 2012 to the phenomenon of showing and being shown photography.
The point of departure is an examination of photography in relation to the medium of the exhibition. Artistic, editorial and design practices of showing, the significance of new technologies and the political dimension of contemporary image production will also be considered.


Sat, 20.10.2012, 19h – 20 h 
Learning in the Flood of Images: Photography Exhibitions of the 1950s
Lecture (in German) von Olivier Lugon / University of Lausanne
Since the nineteenth century, photo exhibitions have often been criticised for showing too many images and for overwhelming viewers with a flood of unrelated subjects. In the early 1950s, however, a number of exhibitions were designed expressly to subject visitors to a vortex of images. Visitors were to learn to recombine and reinterpret all kinds of photos in ever new ways: the photo exhibition became a training ground for modern seeing, to give people orientation in a world that was thought to be increasingly complex and mobile. 


Sat, 20.10.2012, 20 h 
Panel discussion (in Engl.): The Politics of Showing. With Lara Baladi (artist, Cairo), Kaya Behkalam (artist, Cairo/Berlin), Florian Schneider (filmmaker and media activist, Berlin and Munich). Moderator: Florian Ebner (curator, Braunschweig).
Whether and how photography can be understood as instrumentalised showing? Reality as we perceive it is always mediated, and photographs always pursue a representational strategy, even as documents of our visual reality. The discussion takes as its starting point the exhibition Cairo: Open City, which uses artistic means to examine the role played by images in the Egyptian revolution and reflects on processes of finding and distributing images in its sociopolitical context.

Die GEMA-Tarifreform - progressives Moment einer generationellen Auseinandersetzung? by Kunstsaele

Gesprächsrunde mit Lutz Leichsenring (Clubcommission), Ben Biel (Pressesprecher Piratenpartei), Markus Rennhack (Gitarrist/"Unloved"), Johannes Kreidler (Komponist/Musikwissenschaftler) u.a. 
Organisiert und moderiert von Clemens Villinger 


Das Berghain schließt! Dieses Gerücht erzeugte mehr Reaktionen und Handlungsbereitschaft als manche politische Entwicklung der letzten Jahre. Demonstrationen, Petitionen und Aufrufe für eine Anpassung des Urheberrechts an den Zeitgeist sind konkrete Hinweise auf einen gesellschaftlichen Wandel des Verständnisses der Begriffe Öffentlichkeit und Privatheit. Dieser Paradigmenwechsel berührt ganz konkret Fragen nach der Regelung des Schutzes, der Verwaltung und dem Konsum von ideellem und materiellem geistigen Eigentum. Die Diskussionsrunde setzt sich zum Ziel diesem Wandel und seinen Trägern an Hand der GEMA-Tarifreform nachzuspüren.

Ist die Empörung real? Besteht ein tiefreichendes Gefühl der Ungerechtigkeit oder sind lediglich die Profite der Clubbetreiber und die In-/Exklaven hedonistischer Selbstinszenierung gefährdet? Während des Gespräches steht nicht nur die Reform als solche im Blickpunkt: Ebenso sollen Fragen nach Politisierungspotentialen einer vermeintlich apolitischen Generation und der Erzeugung von Handlungsbereitschaften erörtert. Teilnehmen werden der Pressesprecher der Berliner Clubcommission Lutz Leichsenring (www.clubcommission.de) und der Pressesprecher der Piratenpartei Ben Biel (www.berlin.piratenpartei.de/) u.a.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Ausstellung "Handlungsbereitschaft - Skizze einer Generation am Ende der Geschichte" statt. Der Talk ist auf Deutsch und beginnt um 8:30 pm.

Der Eintritt ist frei

http://www.handlungsbereitschaft.eu/

CELEBRATE WITH US: Season final Final session of "A museum of cruelty" and end of season party by Kunstsaele

Bar populaire proudly presents Dj Dr Filtig (Dadatek) & Dj Deep Shadow

On the occasion of the last evening in the current season, we cordially invite you to the final session of the "museum of cruelty" and a successive party at Salon Populaire.

Based on Artaud's Theater of Cruelty, we discussed questions regarding the identity of the museum for the last two weeks. In the context of an exhibition-seminar, we analyzed the text "Artaud Moma" by Jacques Derrida and followed the traditions, customs and constraints of the medium of the exhibition and its agents, as well as the distribution of roles between the space, the artist, the artwork, the curator and the audience. 
In the last session, we will present the resultant manifesto of "A museum of cruelty" and discuss its theses evolving around a particular work of Artaud's together with the audience.

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Zum Ende der aktuellen Saison laden wir herzlich zur Abschlussveranstaltung des "Museums der Grausamkeit" mit anschließender Party im Salon Populaire ein.

Angelehnt an Artauds Theater der Grausamkeit haben wir in den vergangen beiden Wochen in Form eines Ausstellungs-Seminars Fragen zur Identität des Museums diskutiert. In Auseinandersetzung mit dem Text "Artaud Moma" von Jacques Derrida sind wir den Traditionen, Gewohnheiten und Zwängen des Mediums Ausstellung und seiner Agenten nachgegangen, ebenso wie der Rollenverteilung von Ort, Künstler, Kunstwerk, Kurator und Publikum. Zur letzten Sitzung stellen wir das daraus hervorgegangene Manifest zum "Museum der Grausamkeit" vor und diskutieren dessen Thesen rund um ein Werk von Artaud mit dem Publikum.

25.04.2012, 8 pm

FILM CITY BERLIN #7: Andrzej Zulawski’s Possession (1981) A Film Club Screening and Conversation on Fantasy, Separation and Urban Planning. Hosted by Florian Wüst. Special Guest: Anh-Linh Ngo by Kunstsaele

Over the course of the previous Salon Populaire sessions, Florian Wüst presented a series of six mises-en-scenes showing films and film excerpts that reflected the past and present of West Berlin as a tribute to the Salon’s physical location in the city. Film City Berlin now continues in a film club setting, each time presenting a seminal feature length Berlin film followed by an open conversation after the screening.

Andrzej Zulawski’s cult classic “Possession”, starring Isabelle Adjani and Sam Neill, is set against the background of the Berlin Wall as a symbol of a world in stagnation. The film combines family tragedy, thriller, and horror movie, and a cinematic tour-de-force through extreme emotional states of alienation. While Zulawski’s narrative successively slips from desire into obsession, from the real into the fantastic, his particular choice of locations represents tangible markers of Berlin’s urban history and various stages of city renewal. 

18.04.2012, 8 pm

EXHIBITING AND THE EXHIBITION #5: Spacial Translation With Samuel Korn by Kunstsaele

If one sees the exhibition as a place where something is made physically tangible, then this allows the visitor in the ideal case to find a confrontation that goes beyond the artistic work and the curatorial position. How can the exhibiting in a space be seen as a translation of artistic into curatorial practices? Which opportunities and obstacles provides the display or the architectural intervention of an exhibition to support a curatorial position and to dampen or counteract it. Starting from the idea that any translation in addition to serving, functional implementations also develops a new setting and thus induces essential misunderstandings, distortions, inaccuracies and uncertainties, the realization in space often produces a new authorial position: How can the spatial translation extend a curatorial concept comparable to the impact of the curator who contextualizes the work of an artist?

Sieht man die Ausstellungen als einen Ort, an dem etwas physisch erfahrbar gemacht wird, dann ermöglicht dieser dem Besucher im Idealfall eine Auseinandersetzung, die über die künstlerische Arbeit und die kuratorische Position hinausweist. Wie lässt sich das Ausstellen im Raum als Übersetzung von künstlerischen Praktiken in kuratorische Praktiken erfassen und welche Möglichkeiten und Hindernisse bietet dabei das Display oder die ausstellungsarchitektonische Intervention, um eine kuratorische Position zu unterstützen, zu dämpfen oder zu konterkarieren? Ausgehend vom Gedanken, dass jede Übersetzung neben einer dienenden, funktionalen Umsetzung auch neue Setzungen und somit unabdingbar Missverständnisse, Verfälschungen, Ungenauigkeiten und Unschärfen entwickelt, produziert die Realisation im Raum häufig eine neue auktoriale Position: Wie kann die räumliche Übersetzung eine kuratorische Konzeption ebenso erweitern wie der Kurator die Arbeit eines Künstlers kontextualisiert?

19.04.2012, 8 pm

Museum der Grausamkeit -Ein Ausstellungs-Seminar zur Identität des Museums Von Ellen Blumstein und Daniel Tyradellis by Kunstsaele

Echte Kultur wirkt durch den Überschwang und durch ihre Kraft, das europäische Kunstideal hingegen zielt darauf ab, den Geist auf eine von der Kraft geschiedene Haltung zu verweisen, die deren Überschwang zuschaut.
Antonin Artaud, Das Theater und sein Double

Angelehnt an Artauds „Theater der Grausamkeit“ fragt das auf zwei Wochen angelegte Projekt nach der Produktivität des Konzepts der ‚Grausamkeit’ bezogen auf das Museum als Institution. In Form eines multidisziplinären Experiments werden tradierte Formen der Wissensvermittlung und akademischer Lehre mit dem erfahrungsbasierten Erproben musealer Präsentationsformen verbunden, um die sichtbaren und unsichtbaren Gesetzen des Museums in Hinblick auf seine Präsentations- und Rezeptionsgewohnheiten zu exponieren und kritisch zu befragen.
Hierfür werden zwei parallele, sich ineinander verschränkende Bewegungen verfolgt: Im Salon entwickeln wir einen Vorschlag zu einem ‚Museum der Grausamkeit‘ ausgehend von der gemeinsamen Lektüre eines Vortrags Jacques Derridas (anlässlich einer Retrospektive der Bilder und Zeichnungen Antonin Artauds im New Yorker Museum of Modern Art (1996)). Dieser Text – mit dem Titel Artaud Moma –, in dem Derrida nach der Funktion des Museums heute fragt, die Rolle von Künstler und Kunstwerk wie auch Ausstellungsmacher und Publikum in den Blick nimmt und in der Folge Ansätze für ein neues Verständnis des gesellschaftlichen Ortes des Museums entwickelt, ist Ausgangs- und Referenzpunkt der Diskussion. 

Zeitgleich entsteht in Zusammenarbeit mit den Teilnehmern im angrenzenden Ausstellungsraum eine Reihe unterschiedlicher räumlicher Umsetzungen, die die im Text/Seminar behandelten Fragestellungen zu den visuellen, räumlichen und ästhetischen Bedingungen des Ausstellens praktisch erproben und sichtbar machen. Exponate hierfür gehen von der Auseinandersetzung mit den Arbeiten Antonin Artauds aus, weisen aber darüber hinaus, indem sie Themen, die von Derrida anhand von Artaud expliziert werden, in den aktuellen Kontext überführen und künstlerische Arbeiten, profane Objekte und Texte in einen Dialog mit Artaud und Derrida bringen.

Der Ausstellungsraum wird so als Experimentallabor genutzt, um gemeinsam unterschiedliche Objekt- und Werkkonstellationen zu schaffen, die sich über die Dauer des Projektzeitraums verdichten und zu einer Ausstellung anwachsen. So performiert das Ausstellungs-Seminar das Verhältnis von Ausstellungsobjekten (Kunst wie Nicht-Kunst) zu ihrer Gegenwart, den Zusammenhang von disziplinären Grenzen und Sehgewohnheiten, von Kultur und Raumerfahrung – und wie diese das Denken in Bewegung versetzen können. Artauds Begriff der ‚Grausamkeit’ entfaltet hier seine Bedeutung als Zerstörer allzu gewisser Differenzen wie der zwischen positiver Wissensvermittlung und ästhetisch-emotionalen Aspekten von Kunstrezeption.

Der Lektüreteil ist für jeden offen, erfordert aber eine Anmeldung. Die werdende Ausstellung ist für die gesamte Projektdauer für Besucher frei zugänglich. Zum Abschluss ist am 25. April eine Finissage geplant, in der die Inhalte zusammenfassend präsentiert und diskutiert werden.


Termine:

11. April, 20-22 Uhr (Einführung)
14. April, 14-16 Uhr (Theorie), 17-19 Uhr (Praxis)
16. April, 10-12 Uhr (Theorie), 13-15 Uhr (Praxis)
22. April, 14-16 Uhr (Theorie), 17-19 Uhr (Praxis)
25. April, 20-22 Uhr (Abschlusspräsentation, Ausstellung) 

anschließend gibt es eine Goodbye Party zur Sommerpause und das 2-jährige Bestehen des Salons wird gefeiert!

Die Termine bauen aufeinander auf, sind aber auch einzeln zu besuchen. Um Anmeldung wird gebeten unter info@salonpopulaire.de. Die Veranstaltungen finden auf Deutsch statt.

Bild: Antonin Artaud: Portrait Jany de Ruy, 2. Juli 1947

Digital Mobility and Today's Word -Image A workshop with frieze by Kunstsaele

"Turn on any electronic apparatus, and it looks imagistic, but its address is textual," says Hal Foster in an interview in the current issue of frieze d/e. On the internet, words and images hybridize – names become Facebook tags, the meme has replaced mimesis, and experience is Instagrammed into the ether.

But what happens to art when digitized word-images are circulated – and what happens to English? Language used to be a marker of a territory, including colonial power. Now digital circulation has both deterritorialized language and made images like words. How does this shift impact artists, curators and critics?

Join us for a workshop with Övül Durmuoglu, Yngve Holen, Barbara Preisig, Timur Si-Qin and Ana Teixeira Pinto – moderated by Jen Allen and Pablo Larios.

Övül Durmu?oglu is a freelance curator and writer and a Goethe Institut Fellow at dOCUMENTA (13).

Yngve Holen is an artist living in Berlin.

Barbara Preisig is an art theorist based in Zurich and Berlin.

Timur Si-Qin is an artist living in Berlin.

Ana Teixeira Pinto is a researcher and critic living in Berlin.



„Man braucht nur ein beliebiges elektronisches Gerät einzuschalten. Es sieht zwar bildorientiert aus, die Ebene der Ansprache ist jedoch eine textuelle“, sagt Hal Foster in einem Interview in der aktuellen Ausgabe von frieze d/e. Im Internet verschmelzen Wörter und Bilder – Namen werden zu Facebook tags, Memes treten an die Stelle der Mimese und Erlebtes wird via Instagram in den Äther gehaucht.

Was passiert mit der Kunst, wenn digitale Wort-Bilder zirkulieren – und was mit dem Englischen? Lange fungierte Sprache im Sinne einer territorialen Begrenzung und kolonialistisches Machtinstrument. Die digitale Zirkulation hat sie nun ebenso der Kategorie des Raumes entbunden wie sie Bilder in Wörter verwandelt hat. Wie beeinflusst diese Entwicklung Künstler, Kuratoren und Kritiker?

Ein Workshop mit Övül Durmu?oglu, Yngve Holen, Barbara Preisig, Timur Si-Qin und Ana Teixeira Pinto – moderiert von Jen Allen und Pablo Larios.

Övül Durmuoglu ist freiberufliche Kuratorin und Autorin. Sie arbeitet als Goethe-Institut-Fellow bei der dOCUMENTA (13).

Yngve Holen ist Künstler und lebt in Berlin.

Barbara Preisig ist Kunsttheoretikerin. Sie lebt in Zürich und Berlin.

Timur Si-Qin ist Künstler und lebt in Berlin.

Ana Teixeira Pinto ist Wissenschaftlerin und Kritikerin in Berlin.


30.03.2012
8pm-11pm

EXHIBITING AND THE EXHIBITION #4 (Self) Exhibiting. The Ethos of the Curator. With Daniel Tyradellis. by Kunstsaele

Regardless of where, how or what is being exhibited, the curator is always also exhibiting him or herself, specifically in the way they decide to convey the idea of what an exhibition could or should be. Aside from the curator’s self-perception in relation to his or her topic, the context in which they work also plays an important role, as does the general museum context they necessarily work in relation to, including different institutions, artists, exhibited objects, donors, and viewers. Who serves whom, and who exploits whom? Or is the main concern of the curator to find an independent “third space”, that can be free from all these constraints? If so - who or what is being served in this space?

(Sich) Ausstellen. Das Ethos des Kurators
Egal wo, wie oder was man ausstellt, stellt sich der Kurator auch immer selbst aus – allem voran seine Vorstellung davon, was eine Ausstellung sein kann oder soll. Dabei spielt das Selbstverständnis in Hinblick auf seinen Gegenstand ebenso eine Rolle wie die musealen Kontexte, in denen der Kurator sich bewegt: die Institutionen, die Künstler, die Exponate, die Geldgeber, das Publikum. Wer dient hier wem, wer instrumentalisiert wen? Oder definiert sich die Sorge des Kurators genau darin, einen von diesen Zwängen möglichst unabhängigen “dritten Ort” zu schaffen? Und wenn ja – wem oder was dient das nun wieder?

29.03.2012, 8 pm
(discussion in german only)

Redefining Power Perspectives on power through feminist thought -Organized by Amber Hickey and Lindsey Sharman, ZhdK, Zürich. by Kunstsaele

Power is…

“Controlling access” / “Being able to define something” / “The sex difference” / “A social resource” / “Transcendence over immanence” / “A relation, not a thing” / “A potentiality, not an actuality” / “Power over others” / “Power over oneself” /”To be able to” /….

Using feminist theory as its point of departure, this event aims to define and redefine power in collaboration with all participants and attendees. Join us for an evening of mini-presentations exploring personal definitions of power. At the end of the evening help answer the question, “Who wants it?”

Organized by Amber Hickey and Lindsey Sharman

28.03.2012, 8 pm

The World According to Gert Jan Kocken Lecture performance on the Religious Struggle with Images – Somewhere Between the Iconoclastic and the Iconophili by Kunstsaele

A new series by THE OFFICE (Katharina Fichtner) accompanying our celebrated publications

For this lecture performance and the magazine the artist Gert Jan Kocken, who currently holds a residency at the Rijksakademie, will uncover the processes of research that precede his actual artistic work of large scale photography. Based on a collection of thousands of images sourced from the internet, Gert Jan illustrates religion’s problematic relationship with images. Meandering through time, somewhere between iconoclasm and iconophilism, he will present his manifold findings, and demonstrate how images have been deployed to tell the story of the world, from its creation to the present day.

With the magazine THE WORLD ACCORDING TO The Office wants to provide an open space in which an artist can discover different ways of examining the world that surrounds him/her. Using sources other than his/her own work, s/he is invited to develop new content and unexpected formats by collecting images, texts, graphics, and/or by inviting artists, friends, family members to contribute.

Now available:
The World According to Gert Jan Kocken, ed. by THE OFFICE, published by argobooks, 64 pages, 15 Euro

Kindly supported by the Embassy of the Kingdom of the Netherlands

21.03.2012, 8 pm

OFF THE PAINTING #2 Painting I Analysis and Convergence, with Paolo Chiasera. A series compiled by Tanja Schomaker. by Kunstsaele

The work is the permanent luminous form of itself. But what happens to the world that produced it? Can we talk of the living world (Lebenswelt) of which the pictorial work is an outcome? The experience of the artist as the trace of thought makes the work a sign of his or her action. Whether or not he is aware of this legacy, the artist becomes dispersed in the painting and in its phenomenological cognitive experience, which – as possibly in no other discipline – becomes a fundamental experience.

14.03.2012, 8 pm

#12 – How closely do you identify with the character you play in facebook? with Special Guests! by Kunstsaele

How closely do you identify with the character you play in facebook?
– anonymous status update, social networking site.

Based on a collective viewing of a selection of young American artist Guthrie Lonergan’s growing youtube collection of peoples’ introductions to their Myspace pages, Salon Populaire hosts participants in NYLON, Craig Calhoun and Richard Sennett’s research group of social scientists and cultural producers to act as priviledged respondents and to discuss their remarks with the audience.

The internet holds a vast archive of representations of self. From facebook pages to Craigslist solicitations, youtube spots about what “people say”, to Tumblrs, to videos of our cats– the online project that people seem to have been most consistently committed to, and most creative in pursing, is testifying about ourselves.The modes and rhetorics of self presentation change quickly on the internet; how quickly we become nostalgic for the AOL profile or even the mySpace page, through which we once “got to know” our perfect strangers, our friends and ourselves. And how quickly we learn orient ourselves to new ones.
From one perspective these artifacts that people produce are visual expressions, petit artworks. From another they are data. What are we to make of the internet’s vast and deepening archive of self-produced representations? What can we do with them? What are they trying to tell us?

NYLON was created in 2001 by Craig Calhoun and Richard Sennett of New York University and the London School of Economics and currently holds its 10th annual graduate student conference in Berlin. It began as a network of young scholars within the two institutions and collaboration between them. Today, NYLON has expanded beyond its original boundaries; it now includes members from Cambridge and Oxford in the U.K.; from Chicago and Los Angeles in the U.S.; and on the Continent from Paris, Budapest and Frankfurt. NYLON researchers share a broad interest in culture and qualitative research methods; more, with ways that social processes turn into concrete cultural forms through practical activity. They are thus exploring informal, improvised social practices, as well as the bones of institutions; again, they try to integrate cultural analysis with an understanding of politics and political economy.
NYLON is supported by New York University, London School of Economics, Cambridge University, Goldsmiths College-London and the Watermill Center for the Arts and Humanities.

13.03.2012
8 pm

#11 – “Whose English?” – frieze d/e Issue 4: Launch and Roundtable with Special Guests! by Kunstsaele

Dear Friends,

Our upcoming fourth issue marks the first full year of our dual-language quarterly.

To celebrate the release of our spring issue, we’re hosting a launch event at the Salon Populaire at 7pm on March 10.

In keeping with the magazine’s bilingual nature, we’ll be asking questions about the nature of ‘Globish’, or global English: how does the predominance of the English language affect art, writing and culture?

Please join us in hearing Karl Holmqvist and Jan Verwoert, Alix Rule, and Vincenzo Latronico read, perform, and give their thoughts on this theme.

This launch is the first in a series of talks on the theme of language, artistic production, and criticism that we will be hosting during the month of March. More details to follow.

This event is free and open to the public, so please do bring your friends.

We look forward to seeing you there.

Salon Populaire

Bülowstr. 90

March 10, 2012

7:00 on the dot

Karl Holmqvist is an artist based in Berlin and Stockholm.

Vincenzo Latronico is a Milan-based author and translator.

Alix Rule is a critic and sociologist based in New York.

Jan Verwoert is a critic and contributing editor for frieze.

Labor Transcendence Series compiled by Ana Teixeira Pinto. by Kunstsaele

07.03.2012

A series of talks on labor and/or transcendence organized by Ana Teixeira Pinto.

The attention span of an average adult is 20 minutes, we do not intend to cross your threshold. Revolving around the theme of "labour and transcendence", in a format inspired by Pecha-Cucha evenings, each speaker will present his/her topic of choice within 15 minutes.

With:
Stefan Heidenreich and Ralph Heidenreich - Credit Default Swap
Isabell Schrickel - Radiating Paralyses – Labor and Beauty
François Bucher - The Man Who Disappeared
Alena J. Williams - Labor circa 1910
Dani Gal - 5. Clips
Sladja Blazan - If I wasn’t doing what I was doing I would be doing this
Augustin Maurs - On Labor and Transcendence

EXHIBITING AND THE EXHIBITION #3 -Museum and Exhibition, with Anke Te Heesen. by Kunstsaele

Museum and Exhibiton are two different manners of presentation that converged only recently, at the beginning of the 20th century. The terms are often used synonymously and do not receive the differentiation they deserve, despite their separate backgrounds and trajectories of influence, which are still effectual today. My concern is to have a closer look into these two terms and connect the different forms of museum and exhibition in art, science and history.

Museum und Ausstellung sind zwei verschiedene Präsentationsweisen, die erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts zusammenfinden. Die Begriffe werden oftmals synonym verwendet und nicht weiter differenziert, haben aber verschiedene Hintergründe, die bis heute wirksam bleiben. Mein Anliegen ist, die beiden Begriffe genauer zu bestimmen und dabei die verschiedenen Museums- und Ausstellungsformen in Kunst, Wissenschaft und Geschichte miteinander zu verbinden.

01.03.2012, 8 pm

The Capitalist doesn’t Want to Know Anything about Things to do with Love by Kunstsaele

-A dialogue between Sonia Arribas and Howard Rouse. Organized in Cooperation with Subjektile (Felix Ensslin, Marcus Coelen); Published by Diaphanes.

Gesturing towards the insuperability of Marx, Lacan famously defined his objet a as homologous to the object of labour in capitalism. But what capitalism carries out on this object – through the implacable force of the fetish, of course – is the dilution of a permanent disavowal. A limitless love, by contrast, requires nothing less, Lacan tells us, than the renunciation of its object. From which one can deduce a certain discrepancy between capitalism and love. A discrepancy that opens up room for a discussion, not only of Marxism and psychoanalysis, but also of the conditions of art, literature and life. A discussion to which all are invited to contribute.

Howard Rouse/ Sonia Arribas
Egocracy. Marx, Freud and Lacan
Zürich: diaphanes, 2011
288 pp.
1. Auflage
ISBN 978-3-03734-068-4
Subjektile Series editors: Felix Ensslin and Marcus Coelen

29.02.2012, 8 pm

INVENT/INVEST Special Guest: Société Réaliste by Kunstsaele

Société Réaliste will Give a Talk on Invent / Invest within the Frame of the BEHAVING DIFFERENTLY! lecture series organized by Interflugs.

Société Réaliste is a Parisian cooperative created by Ferenc Gróf and Jean-Baptiste Naudy in June 2004. They work in multiple forms with political design, experimental economy, territorial ergonomy and social engineering consulting. Their projects can take the shape of exhibitions, publications or conferences. In relation to the “Behaving Differently!” lecture series focus on art economies, they will present connection points between projects dealing with the issue, such as “Cabinet Société Réaliste Conseil”, a legislative consulting firm whose mission is to help create and sustain competitive legislation (ongoing), the “Artleaks” collaborative platform for the labor rights of cultural workers (2011), the collective critical exhibition “Artist Pension Trust” (2011), or their Art Scheme Corporation “Ponzi’s” (2006). They will as well present their most recent work about the structural commonality of ideology in architecture and discourse, as developped in 2011 with the series of exhibitions “Empire, State, Building” (Jeu de Paume, Paris), “The city amidst the buildings” (Akbank Sanat, Istanbul) and “Archiscriptons” (Mosseri-Marlio Gallery, Zurich).

www.societerealiste.net www.aptglobal.org http://art-leaks.org

BEHAVING DIFFERENTLY! is a lecture series on models of resistant economies in art and cultural work. “The State (…) is a condition, a certain relationship between human beings, a mode of human behavior; we destroy it by contracting other relationships, by behaving differently.” Gustav Landauer Organised by Interflugs, the autonomous students organisation at the UdK Berlin.

02.02.2012, 8 pm

YOUR OBEDIENT SERVANT -An evening with Ulrich Gebert about Animals and Ideology. by Kunstsaele

From P.T. Barnum’s “Happy Family” to the Zoo at Buchenwald concentration camp, Ulrich Gebert investigates how animals were put into service for various human ideologies and how the animal functions as a projection screen. Followed by a film screening of Werner Herzog’s “Grizzly Man”.

Ulrich Gebert is an artist based in Munich. His show “A Breed Apart” is currently on at Klemm’s Gallery, Berlin.

01.02.2012, 8 pm