Karolin Meunier 1:1 – Aufführung eines Interviews by Kunstsaele

"A: Hat es mit Repräsentation zu tun? / B: Wenn Äste die Kompetenz haben, wie Schnitte zu sein? / A: Ja. / B: Es ist nichts, was sich zur Schau stellt."

Eine Performance der Künstlerin und Autorin Karolin Meunier, Berlin

Donnerstag, 12.12.2013, 19 Uhr
(freier Eintritt)

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Thursday, Dec. 05, 7 pm 
(free admission)

Walter Benjamin Kunsthistorische Vorlesung by Kunstsaele

Walter Benjamin war ein einflussreicher Philosoph und Kunsttheoretiker, dessen vielleicht bekannteste Schrift der Aufsatz “Das Kunstwerk im Zeitalter seiner mechanischen Reproduzierbarkeit aus dem Jahr 1936 ist. 1986 - viele Jahre nach seinem tragischen Tod - trat Benjamin mit dem vom Marxistischen Zentrum in Ljubljana organisierten Vortrag "Mondrian ’63 - ’93” noch einmal an die Öffentlichkeit. In den vergangenen Jahren war Benjamin Assoziierter des Museum of American Art in Berlin, von wo aus er im internationalen Rahmen Interviews gibt und Artikel veröffentlicht. 

An diesem Abend wird mit einer Vorlesung der von Jeff Khonsary bei Motto Distribution herausgegebene Band “Recent Writings” präsentiert, der neun von Benjamin zwischen 1986 und 2013 verfasste Essays enthält. Hinzu treten darin noch Interviews und eine umfassende Bibliografie. Die Texte behandeln u.a. Fragestellungen zu Kunst, Originalität, Museen und Kunstgeschichte. 

Mittwoch, 11.12.2013, 19 Uhr
(freier Eintritt)

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Wednesday, Dec. 11, 7 pm 
(free admission)

The Grand Moving Mirror of California, Los Angeles by Kunstsaele

Sara Velas und Ruby Carlson, Betreiberinnen des Velaslavasay Panoramas in Los Angeles, werden an diesem Abend die Kurzfassung einer Vorführung des “Grand Moving Mirror of California” genannten Bildrollen-Rezitationstheaters bieten, das sie gemeinsam nach einem historischen Vorbild aus der Mitte des 19. Jahrhunderts rekonstruiert haben - und das in einem verkleinerten Modell, Teil der Ausstellung “Talking Picture Blues” geworden ist. 

Darüber hinaus werden sie auch das Velaslavasay Panorama selbst vorstellen, eine Mischung aus Ausstellungshalle, Theater und Garten in Downtown L.A., mit dem sie sich auf die Präsentation einer großen Vielfalt visueller Unterhaltungsmedien und historischer Bild- und Texttraditionen spezialisiert haben.

Donnerstag, 28.11.2013, 19 Uhr
(freier Eintritt)

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Thursday, Nov. 28, 7 pm 
(free admission)

Mobile Cinema Romana Schmalisch und Robert Schlicht/ Gast: Clemens Krümmel by Kunstsaele

Romana Schmalischs Mobiles Kino - die Rekonstruktion eines Filmrequisits aus Alexander Medwedkins Spielfilm “Das neue Moskau” (1938) - ist eine Apparatur, die den experimentellen Vortrag und die Bewegung zwischen unterschiedlichen Orten vereint. Zwei Jahre reiste die Künstlerin mit diesem zusammenfaltbaren Tischkino umher und präsentierte ein Programm aus Filmausschnitten und Textbeiträgen eingeladener Gäste.

Auf seiner Station in den Kunstsälen wird das Mobile Kino mit Beiträgen von Schmalisch, Robert Schlicht und Clemens Krümmel aktiviert. Romana Schmalisch animiert in "Entwurf” 
(7 Min.) den Prozess der Entwicklung einer Szene von Sergei Eisenstein. In seinem Beitrag “Resurrecting Spectres and Vampires” (28 Min.) lässt Robert Schlicht die kinematographische Figur des Vampirs vor dem Hintergrund früher sowjetischer Utopien der Unsterblichkeit und Wiederbelebung auftreten. Clemens Krümmel kommentiert frühe Animationsfilme des US-amerikanischen Zeichners Winsor McCay.

Mittwoch, 20.11.2013, 19 Uhr
(freier Eintritt)

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Lecture about the Mobile Cinema by Romana Schmalisch, Robert Schlicht and Clemens Krümmel
Wednesday, Nov. 20, 7 pm 
(free admission)

Who's that guy – Tell me more about Guy de Cointet /A film by Marie de Brugerolle with Director's Talk by Kunstsaele

Who's that guy – Tell me more about Guy de Cointet
A film by Marie de Brugerolle with Director's Talk

26 July 8.30pm


We are pleased to announce the screening of Who's that guy – Tell me more about Guy de Cointet, a feature-length documentary by Marie de Brugerolle.

The film portrays Guy de Cointet (1934 – 1983), a French-born artist based in California who created text and sculptural works, often combining them as props and stage sets in theatrical performance pieces. The film is composed of interviews and documents compiled by Marie de Brugerolle over a period of 10 years. Artists including John Baldessari, Christophe Bourseiller, Larry Bell and Paul McCarthy talk about their contemporary Guy de Cointet, and previously unreleased documents provide insight into the singularity of his work.

Artist appearances
John Baldessari, Larry Bell, Richard Jackson, Morgan Fisher, Paul Mc Carthy, Robert Wilhite, Christophe Bourseiller, Violetta Sanchez, Gus Foster, Jeffrey Perkins, Barbara Smith, Alexis Smith and others.

French production, 82min
French and English subtitled versions



Marie de Brugerolle is an art historian, curator, artist and dramatist. She is a professor at the Ecole Nationale des Beaux Arts de Lyon, France and HEAD, Geneva.

Elodie Evers is a curator at Kunsthalle Düsseldorf since 2009. Together with Magdalena Holzhey, she curated the exhibition A Void - Anton Voyls Fortang currently showing at Kunstsaele.

Marie and Elodie will host a discussion with Anne Lacour and Lucille Uhlrich, editor and assistant for the film respectively, following the screening. 



We would like to thank the Institut Français Deutschland for their support in the realization of this event.

JOCHEN DEHN -Abstrakte Objekte und das Schiff von Theseus / Abstract objects and the ship of Theseus by Kunstsaele

Geschichten und Demonstrationen zum Auf- und Abtauchen, über Erfahrungen, die man nicht erlebt hat und über das, was wir trotzdem Identität nennen. In Zusammenarbeit mit und leider wahrscheinlich in Abwesenheit von Francesco Pedraglio.

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Stories and experimentations concerning apparition and disappearance, memories you never experienced, and the thing we call identity nevertheless. In collaboration with and unfortunately most likely in the abscence of Francesco Pedraglio.

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The performance starts at 8pm and the bar will be open!!
(Free admission)

JOCHEN DEHN -How to Not Wake You up when I Really Don't Want You to Sleep by Kunstsaele

Das Prinzip dieses Vortrages ist einfach: Ich zeige, wie man elegant in einen Würfel hinein und wieder herauskommt. Dazwischen gibt eine relativ komplexe Einführung in das Wesen von Membranen und von Öffnungen.
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The principle of this lecture is quite simple. I show an elegant way how to end up in a cube and how to get out of it. In the meantime it offers a quite complex introduction to the nature of membranes and openings.

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The performance starts at 8pm and the bar will be open!!
(Free admission)

JOCHEN DEHN -Der Unterschied zwischen einer Reise und einer Krankkeit / Journeys and Illnesses by Kunstsaele

Ich wollte von den fünfziger Jahren reden und über Zeiten, wo sich etliches geändert hat, ich bekam Angst und brauchte einen Halt. Deswegen geht es heute um Halt, um Gleichgewicht, Grenzen und um Gesellschaft.



I wanted to talk about the 1950ies, about historic periods considered as moments of change, but than i was afraid and looked for support. So tonight is about support, about balance, limits and about company.


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The performance starts at 8pm and the bar will be open!!
(Free admission)

JOCHEN DEHN -Entdeckungen und Illusionen / Inventions and Illusions by Kunstsaele

Es geht um Zauberei und um Erfindungen. Ich glaube man muss einen Zaubertrick ausführen können, um zu verstehen, wie Zauberer Dinge ansehen. Ein Gummiband, eine Coladose oder eine Schiene lösen sich in ihre Eigenschaften auf.



You'll know how to perform a couple of magic tricks and hopefully you will adopt or understand a way of looking at objects that allows magicians to invent their tricks



The performance starts at 8pm and the bar will be open!!
(Free admission)

JOCHEN DEHN -Ein allseits umschlossener Garten by Kunstsaele

Von der Form her ist diese vielleicht meine klassischste Performance, sie ist gleichzeitig ziehmlich albern. Ich zeige die sehr komplexe Symbiose zwischen Feigen und den sie bestäubenden Feigenwespen, die den grössten Teil ihres Lebens im inneren der Früchte verbringen. (Ich folge der Beschreibung von Richard Dawkins.) Um das zeigen zu können, ersetze ich die Feige durch einen grossen Kürbis und ein Akkuschrauber ersetzt die eierlegende Feigenwespe. Und so fort. Genauso, wie mit einer klassischen Performance hat dieser Vortrag Ähnlichkeit mit einem Puppentheaterstück.

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Formally this is probably my most classic performance, it's rather silly as well. It demonstrates the quite complex symbiosis of figs and their pollinating insects, the fig wasps, that spent most of their life inside the fruit. ( I follow the descriptions of Richard Dawkins. ) To be able to show this in reasonable size, I replace the fig by a pumpkin and the pollinating fig wasp by an electric screwdriver. As well as to classical performance, this demonstration ressembles to a piece of puppet theatre.


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The performance starts at 8pm and the bar will be open!!
(Free admission)

JOCHEN DEHN -Flatland by Kunstsaele

Über Grösse, Dimension und Perspektive.

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On size, dimension and perspective


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The performance starts at 8pm and the bar will be open!!
(Free admission)

JOCHEN DEHN -Tiertechnologien, Seifenfilme und Wunder / Animal technologies, soap films and wonders by Kunstsaele

Man kann warten bis etwas zusammenfällt oder aufgeht, aber eigentlich ist nichts zu. Ich dachte immer, es gäbe einen Zeitpunkt, ab dem ein Ballon seine Luft verliert. Er verliert sie ab dem Moment, wo er aufgeblasen wird. Küken atmen im Ei, und sie atmen mehr als die kleine Luftblase, die zu der Wölbung in hartgekochten Eiern führt.

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Theoretical foundations and demonstrations for becoming invisible.
Camouflage, play dead, gate crashing, environment and the nature of an instant. Even if you don't wait until something falls down or moves or is opened, nothing is really closed. I always thought that balloons have a moment when they start loosing air, but they do so from the moment that you blow them up on.
Like eggs: chicken breathe inside their egg. And they breath more then the bubble of air that creates the small depression in your hard boiled eggs.


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The performance starts at 8pm and the bar will be open!!
(Free admission)

JOCHEN DEHN -Flocks by Kunstsaele

FLOCKS

zeigt wie verlieben funktioniert.
Diese Peformance zeigt, wozu es gut ist flüssig zu werden, wie man Teil eines Schwarmes wird, wie man sich verhalten muss, sobald man drin ist und wodurch man unsichtbar wird. In Anlehnung an H. Houdini und E. Weisz.

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FLOCKS

shows the mechanisms of falling in love.
This performance shows what becoming liquid is good for, how to dive into a flock or swarm, how to behave once you’re in and how to become invisible in it. Under the eyes of Harry Houdini and Erich Weiss.


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The performance starts at 8pm and the bar will be open!!
(Free admission)

JOCHEN DEHN -Fünf oder sechs einfache Sachen by Kunstsaele

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(please scroll down for English version)


»Fünf oder sechs einfache Sachen / Five easy pieces«

Sat. 9 February 2013, 4–8.30pm



Odd Lot 28,

Boulevard de la Chapelle 

Das Nest des Rosttöpfers / Nest of furnarius rufus

Dinosaurierei gefüllt mit Ginsengwurzeln und überwachsen von schwarzen Pilzen / Dinosaur egg fill with ginseng roots and overgrown by black mushroom 

A6/N104




Die ersten fünf Performances handeln von Skulptur, von Eigentum und von Werten und davon, wie man es schafft, dass etwas bei einem bleibt und dass man das will. Es sind fünf, in Anlehnung an »Five easy pieces« von Bob Rafelson aus dem Jahr 1970. Das Wort Skulptur kommt von dem lateinischen Wort sculpere, was soviel wie schnitzen, stechen, kleine Brocken Stein abtragen oder meißeln bedeutet, manchmal wird dieser Vorgang auch als bilden übersetzt. Im späteren Gebrauch bezeichnet Skulptur auch andere Handlungen als Schnitzen und Meißeln und wird nicht ausschliesslich mit Stein und Holz in Verbindung gebracht. Ich betrachte Skulptur mit den gleichen Vorurteilen, wie alle anderen, als einen edlen, körperlichen und spektakulären Vorgang oder als sein Ergebnis. Wert ist die »einer Sache innewohnende Qualität, aufgrund deren sie in einem gewissen Maße begehrenswert ist und sich verkaufen, vermarkten lässt« (Quelle: Duden), aber auch die Bedeutung, die jemandem, einer Sache zukommt (ebenda). Ich handele mit fünf Objekten: einem Loch, einem Vogelnest, ein Stück Asphalt, einer Skulptur von Mark Geffriaud und einer entstellten Autobahnskulptur.

The first five demonstrations consider sculpture and sculpture’s value and worth. The title, »Five Easy Pieces«, is borrowed from the Bob Rafelson film released in 1970. The etymology of the term sculpture comes from the Latin word »sculpere« which means »to carve« or to »chisel away pieces of stone«. Practice ensured that this etymologically specific term was extended to include materials besides stone and methods other than »carving« or »chiselling«. I address this artistic technique with the same preconceptions as those conveyed by the collective unconscious: sculpture as a physical, noble and spectacular practice. Value is »the worth of an object that can be traded and sold, in particular its price in money«, but it’s also the »the quality that meets the conditions required for it to be worthwhile«. These two senses of value must be taken into account when speculating about the value of a sculpture, or an object that was or will become a sculpture. I act with five objects; a hole dug out in the Lot; a bird’s nest; a lump of asphalt; a step by Mark Geffriaud and a defaced public sculpture.